Diese Bambus-Erle ist ein langsam wachsender Baum. Er bekommt kleine Blätter, die im Herbst relativ lange hängen bleiben. Im September erscheinen Erlenzapfen, die lange hängen bleiben. Die Erle verträgt nasse Böden.
Schwarz-Erle Die Bambus-Erle ist eine Schwarz-Erle, was eine häufig vorkommende Baumart ist. Die auch als Alnus glutinosa bekannte Schwarz-Erle kommt schon sehr lange in unseren Breiten vor. In ihren Wurzeln hat diese Erle Bakterien, die Stickstoff aus der Luft binden können. Deshalb wird der Baum häufig zur Verbesserung des Bodens oder zur Vorbeugung von Erosion an Flussufern gepflanzt. Das Holz hat eine gelblich Farbe und lässt sich leicht bearbeiten. Diesen Baum findet man überall, wo es feucht ist, etwa an Ufern von Kanälen, Bächen und Flüssen, in Mooren und in Bruchwäldern. Bruchwälder sind Wälder, deren Vegetation wesentlich durch den hohen Wasserstand bestimmt wird. Grundwasser, das an die Oberfläche gedrückt wird, macht die oberste Bodenschicht feucht. Dass nennt man Qualmwasser. In vielen Fällen sorgt ein unterirdischer Wasserlauf für den Druck, der das Grundwasser nach oben drückt. Das kann unterirdisch durch Wasser, das von einem höher gelegenen Gebiet in ein tiefer gelegenes Gebiet fließt, verursacht werden. Dieser unterirdische Druck kann über kurze Distanzen, aber auch in einem großen Gebiet entstehen. In der Vegetationskunde gibt es Erlenbruchwälder und Birkenbruchwälder.
Merkmale der Schwarz-Erle Die Knospen der jungen Blätter sind klebrig. Deshalb trägt dieser Baum botanisch den Beinamen „glutinosa“, was „klebrig“ bedeutet. Die deutsche Bezeichnung „Schwarz-Erle“ ergab sich aufgrund der Rinde. Die Rinde von Jungbäumen ist dunkelbraun. Die Wurzeln der Schwarz-Erle befinden sich an der Oberfläche. Da die Wurzeln nahe an der Oberfläche wachsen, stehen sie in einer feuchten Zone. So können sie das benötigte Wasser aufnehmen. Der Baum kann eine Höhe von 25 m erreichen. 35 m erreicht der Baum hingegen selten. Die Schwarz-Erle vermehrt sich durch Stockausschlag, wodurch der Baum mehrstämmig wird. Anfangs hat die Rinde eine glänzende graubraune Farbe. Schon bald nimmt sie eine schwarzbraune Farbe an, wobei sie zunehmend schuppig und gefurcht ist. Die Knospen der Schwarz-Erle sind kahl. Der Baum hat verkehrt-eiförmige Blätter, an denen er leicht zu erkennen ist. Die Blattränder sind doppelt gesägt und die Blätter haben eine Länge von 4 bis 22 cm. Junge Teile der Schwarz-Erle sind klebrig. Man sagt, dass die Schwarz-Erle einhäusig ist. Die holzigen männlichen Kätzchen zerfallen nicht, wenn sie reif sind, wie es bei den Kätzchen der Birken der Fall ist. Die Kätzchen der Erle sind 6 bis 12 cm lang. Wenn sie blühen, hängen sie schlaff herunter und die Pollen werden verbreitet. Die weiblichen Kätzchen haben Stiele. Sie hängen zu dritt oder viert an dem Stiel. Das Holz der Erle wird gerne für Rammpfähle verwendet. Es verrottet nämlich nicht, wenn es im Wasser steht.